WM (8): Blutleer

Magnus Carlsen

Mir gehen langsam die Wörter aus, um dröge, öde, uninspirierende Partien zu beschreiben. Die Partie heute war definitiv der Höhepunkt an Langeweile, deshalb habe ich es mir auch erspart, eine Analyse zu machen. Carlsen überraschte Anand mit 1.e4, der dann zu Carlsen's Lieblingseröffnung in dem Match griff, nämlich die Berliner Verteidigung. Das gab Carlsen die Möglichkeit, eine symmetrische Variante zu spielen, die absolut kein Spiel für Schwarz zulässt. Beide Seiten tauschten das gesamte Material ab und nach 40 Minuten wurde das Remis vereinbart. Carlsen ist damit dem Weltmeisterschaftstitel wieder ein Stück näher gerückt; er benötigt nun nur noch 1,5 Punkte aus den verbliebenen vier Partien. Anand ist gezwungen, deutlich mehr Risiko einzugehen als zuletzt und das wird hoffentlich in noch ein paar spannenden Partien resultieren. Morgen ist Ruhetag und am Donnerstag geht es weiter. Bis dahin!