Mitropa-Cup (2)

1,5-2,5 Deutschland - Tschechien :( Es war eine ganz enge Kiste, letztlich war die Partie von Pavel Simacek gegen Dennis Wagner entscheidend. Dennis stand lange besser, aber sein Gegner hatte langfristige Kompensation in Form des Läuferpaars. In Zeitnot wurde es dann sehr hektisch und Dennis verlor die Übersicht. Es kam ein schwieriges Turmendspiel heraus, was wohl nicht zu halten war. Die anderen drei Partien endeten remis, meine bewegte sich die ganze Zeit im ungefähr ausgeglichenen Bereich. Ich machte allerdings einen Fehler; wie schon gestern investierte ich an einer Stelle einfach zuviel Zeit:

Cvek - Huschenbeth Mitropa-Cup

Schwarz am Zug kann Remis forcieren. Wie?

Sollte ich gegen einen vierzig Punkte stärkeren Spieler nach 10 Zügen mit Schwarz remis machen?! Es war ein langer Kampf mit meinem inneren Schweinehund, denn ich war mir auch nicht sicher, wie die Stellung einzuschätzen ist, wenn ich den Läufer wegziehe. Nach halbstündigem Nachdenken zog ich ihn nach f5, was sich aber als nicht optimal herausstellte. Mein Gegner zog 13.e4 Lg6 14.d4 und hier ärgerte ich mich nach der Partie ein wenig.

Ich spielte 14...Sh5, aber sehr interessant war hier das Opfer 14...Sxe4!? 15.fxe4 Dh4+ 16.Kd1 (Dg3 Dxe4 und Springer und Turm sind angegriffen) Sc6. Den Bauern auf e4 wird Schwarz noch gewinnen und dann hat er zwei Bauern gegen die Figur bei weißem König in der Mitte. Jedenfalls ausreichende Kompensation und sicherlich leichter für Schwarz zu spielen. Aber ich ging an der Möglichkeit vorbei und musste mich in der Folge bei knapp werdender Zeit umsichtig verteidigen, um nicht in Nachteil zu geraten. Das sollte mir gelingen, weshalb das Remis der logische Schluss war.

Die Frauen machten es besser, denn sie gewannen glatt mit 2:0 gegen die beiden Tschechinnen. Damit behalten sie eine makellose weiße Weste und führen die Tabelle an.

Was ist hier sonst so los? Wir sind in einem Beach Resort untergebracht, einer riesigen Ferienanlage mit mehreren Hotels, und der Name hält, was er verspricht. Man hat es ungefähr 50m bis zum Strand, aber ins Wasser haben wir uns noch nicht getraut. Seeigel sollen ihr Unwesen treiben. Dafür aber in die Pools, was bei der Wärme eine sehr angenehme Erfrischung ist. Das Essen hat mich bisher nicht vom Hocker gerissen, aber das kann ja noch werden. Morgen werden wir uns mal sportlich betätigen; die Ungarn haben uns zum Fußball herausgefordert. Danach gehts im Schach gegen Kroatien, bei denen alle Spieler eine Elozahl über 2500 aufweisen. Aber das hat uns ja gegen Italien auch nicht abgeschreckt, von daher bin ich frohen Mutes :)