Europameisterschaft (7)

v.l.n.r. Vladimir Malakhov, Dimitry Jakovenko, Laurent Fressinet

And the winner is... Dimitry Jakovenko! Herzlichen Glückwunsch an den neuen Europameister, der mit einer überzeugenden Leistung in der letzten Runde Laurent Fressinet den Titel noch entriss. Dritter wurde Vladimir Malakhov, der mit seiner grundsoliden Berliner Verteidigung so manchen Gegner zur Verzweiflung brachte.

Nun zu meiner Wenigkeit. Gestern spielte ich eine durchwachsene Partie gegen Zaven Andriasian, die nach einigem Hin und Her letztlich remis endete. Allerdings war das gar nichts gegen das, was heute passierte! Gegen den Niederländer Erwin L'Ami (Elo 2611) spielte ich eine der verrücktesten Partien seit langem. Wir standen beide jeweils klar auf Gewinn, doch am Ende machte er in einer studienartigen Stellung den letzten Fehler. Bei so einer Partie bot es sich natürlich an, ein weiteres Video zu machen!

Damit habe ich, wie im Video auch schon erwähnt, das Turnier mit 7 Punkten beendet und bin auf dem 65. Platz gelandet. Nach dem Auf und Ab zu Beginn des Turniers konnte ich aus den letzten vier Runden drei Punkte gegen Schnitt um die 2600 verbuchen; hätte ich doch schon mal früher so gespielt :) Zudem konnte ich mit dem Sieg meine weiße Weste mit Weiß behalten (ja, an dem Wortspiel habe ich lang getüftelt).

So ein kleines Resümee über das gesamte Turnier: Zu Beginn hatte ich ja geschrieben, dass das Essen ganz okay ist. Das war es auch über das ganze Turnier, aber leider gab es jeden Tag mit kleinen Abweichungen immer dasselbe und in den letzten Tagen hing es mir zu beiden Ohren raus. Da habe ich doch ein bisschen die Spieler beneidet, die sich für eine Halbpension entschieden hatten und abends oder mittags in den billigen Restaurants essen gingen.

Der Turniersaal war ab Runde 2 einer Europameisterschaft nicht mehr unwürdig, sondern einigermaßen angemessen. Natürlich wäre es schöner, wenn alle Spieler in einem Raum spielen könnten, aber so schlimm finde ich das auch nicht. Das Hotel an sich war gut, aber nach deutschem Standard wären es wohl keine fünf Sterne. Denn das in einem 5-Sterne-Hotel Fitnessstudio und Schwimmbad extra kostet, hatte ich nicht für möglich gehalten.

Plovdiv ist eine ganz nette Stadt, allerdings habe ich auch nicht so viel gesehen. Hier sind noch ein paar Eindrücke:

Eine Kirche

Ein ehemaliges römisches Theater

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Irgendwas scheint es mit diesen Typen auf sich zu haben

So, ich pack jetzt meine sieben Sachen zusammen, denn morgen muss ich früh raus. Das nächste Turnier ist schon in einigen Tagen, ich freue mich auf das Norderstedt-Open! Dort will ich an die letzten Runden von diesem Turnier anknüfen. Bis dahin!